Europa: Scientology-Gemeinden bauen Prävention und Menschenrechtsbildung aus

Scientology-Gemeinden in Europa engagieren sich mit lokalen Initiativen für Prävention, Bildung und gesellschaftliche Verantwortung. Dabei orientieren sie sich an den europäischen Grundwerten wie Menschenwürde, Freiheit und Gleichheit.

Scientology-Kirchen, Missionen und Freiwillige führen europaweit gemeindebasierte Aktivitäten durch, die auf Aufklärung, Prävention und praktischen Dienst ausgerichtet sind. Die Initiativen werden in Städten und Gemeinden umgesetzt und orientieren sich an lokalen Bedürfnissen, verfolgen jedoch ein gemeinsames Ziel: Menschen dabei zu unterstützen, informierte Entscheidungen zu treffen, ihre Rechte zu verstehen und Verantwortung für ihr Umfeld zu übernehmen.

Ein zentraler Bestandteil dieser Arbeit ist die Drogenprävention. Programme, die von der „Foundation for a Drug-Free World“ unterstützt werden, vermitteln sachliche Informationen über Drogen und deren Auswirkungen. Die Aktivitäten umfassen Aufklärungsveranstaltungen, die Verteilung von Informationsmaterial sowie Bildungsarbeit in Schulen und Nachbarschaften mit dem Ziel, insbesondere junge Menschen und Familien zu erreichen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Menschenrechtserziehung. Initiativen wie „Youth for Human Rights“ fördern das Verständnis der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und richten sich vor allem an Jugendliche. Ziel ist es, grundlegende Rechte verständlich zu vermitteln und den Respekt im Umgang miteinander zu stärken.

Ergänzt werden diese Programme durch Maßnahmen zur moralischen Bildung. Der Leitfaden „Der Weg zum Glücklichsein“ vermittelt Prinzipien wie Ehrlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Respekt. Diese Inhalte werden von Freiwilligen genutzt, um soziale Kompetenzen zu fördern und ein konstruktives Zusammenleben zu unterstützen.

Neben Bildungs- und Aufklärungsarbeit engagieren sich Freiwillige auch im Gemeindedienst. Dazu zählen praktische Hilfeleistungen im Alltag, Unterstützung bei lokalen Projekten sowie Einsätze in Notfällen. Die Aktivitäten basieren auf dem Ansatz, dass Menschen befähigt werden können, in ihrem Umfeld wirksam Hilfe zu leisten.

Die Initiativen stehen im Zusammenhang mit grundlegenden europäischen Werten, wie sie in Artikel 2 des Vertrags über die Europäische Union festgelegt sind. Dazu gehören die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte. Die beschriebenen Aktivitäten werden als praktische Umsetzung dieser Prinzipien im gesellschaftlichen Alltag verstanden.

Ein weiterer Bestandteil ist die Bildungsinitiative „Europas Werte, deine Rechte“, die zentrale Schutzmechanismen wie die Charta der Grundrechte der Europäischen Union und die Europäische Menschenrechtskonvention verständlich darstellt. Die Initiative richtet sich an junge Erwachsene und die breite Öffentlichkeit und soll das Verständnis demokratischer Strukturen fördern.

Die Rolle religiöser Gemeinschaften wird dabei als ergänzender Beitrag zum gesellschaftlichen Leben gesehen. Die Initiativen zielen darauf ab, bestehende Strukturen durch ehrenamtliches Engagement und Aufklärung zu unterstützen.

Ivan Arjona, Vertreter der Scientology Kirche bei EU, OSZE, Europarat und UN, fasst die Bedeutung zusammen:

„Eine sinnvolle Beteiligung von Jugendlichen ist kein Idealismus, sondern ein praktischer Weg, widerstandsfähige Gemeinschaften aufzubauen. Jede Broschüre, jedes Gespräch kann einen Unterschied machen.“

Gesellschaftliches Engagement und Anerkennung

Die Scientology-Kirche ist heute in mehr als 160 Ländern vertreten und hat in verschiedenen Staaten Anerkennungen für ihre religiöse Tätigkeit sowie ihr gesellschaftliches Engagement erhalten. In zahlreichen Ländern – darunter Spanien, die USA, Portugal, Schweden, Italien, Großbritannien, Kroatien, Slowenien, Nordmazedonien, die Niederlande, Südafrika, Kanada, Australien, Mexiko, Kolumbien und Panama – besteht eine religiöse Anerkennung. Auch in Deutschland haben Gerichte wiederholt festgestellt, dass Scientologen sich auf den Schutz aus Artikel 4 des Grundgesetzes (Religionsfreiheit) berufen können. Weitere Informationen zur religiösen Anerkennung der Scientology-Kirche in Europa finden Sie unter scientologyreligion.de.

Dublin: Scientology-Kirche vergibt HELP Awards 2026 zum Tag der Freiwilligenarbeit

Die Scientology-Kirche und das Gemeindezentrum von Dublin begingen den Internationalen Tag der Anerkennung von Freiwilligenarbeit 2026 mit der sechsten Ausgabe ihrer jährlichen HELP Awards. Die Veranstaltung würdigte Einzelpersonen und Organisationen, deren Arbeit durch soziale Dienstleistungen, kulturelle Integration, humanitäre Hilfe und praktische Unterstützung einen Beitrag für Gemeinden in ganz Irland geleistet hat.

Die HELP Awards wurden 2019 von den Scientology-Ehrenamtlichen Geistlichen Irlands ins Leben gerufen, um Menschen und Gruppen auszuzeichnen, deren Engagement durch direkten gemeinnützigen Einsatz das Leben anderer verbessert. Die diesjährige Zeremonie brachte Freiwillige, Gemeindeverantwortliche, Menschenrechtsaktivisten und frühere Preisträger zusammen.

Die Grundsatzrede hielt Frank Allen, Dramatiker, Regisseur und ehemaliger Lehrer in den Dubliner Gefängnissen. Er hob die Vielfalt der Anwesenden hervor und betonte die Bedeutung gleichberechtigter Anerkennung: „Die Vielfalt, die Integration und die Tatsache, dass Menschen aus allen Gesellschaftsschichten hier unter einem Dach versammelt sind und gleichermaßen gewürdigt werden, haben mich tief bewegt.“

Die Auszeichnungen 2026 umfassten ein breites Spektrum an Tätigkeiten. Walk And Talk, vertreten durch Stephen Brennan, wurde für die Unterstützung von Menschen mit psychischen Belastungen, Suchterkrankungen und anderen Herausforderungen geehrt. Die Organisation fördert durch ihr „Walk-and-Talk“-Modell den Austausch und gegenseitige Unterstützung.

Die Kurdische Gemeinschaft Irlands, vertreten durch Mokthar Moradi, wurde für ihre Unterstützung von Migranten und ihren Beitrag zur Stärkung gemeinschaftlicher Bindungen ausgezeichnet. Die Indonesisch-Irische Vereinigung, vertreten durch Irene Murphy, erhielt Anerkennung für ihre Arbeit zur Förderung von Integration durch kulturelle und soziale Initiativen.

Scoil Rince Ní Áogain, vertreten durch Denise Egan, wurde für die Förderung des irischen Tanzes und die Unterstützung gemeinnütziger Zwecke geehrt. Nicolae Dulea wurde für sein Engagement innerhalb der moldauischen und rumänischen Gemeinschaften sowie für Beiträge zu kulturellen und sozialen Initiativen ausgezeichnet.

Joseph Orgin und Feljose Shristeca wurden für ihre Mitwirkung an kulturellen Projekten und ihr Engagement im Gemeinschaftsleben gewürdigt. Stefano Bonvini erhielt eine Auszeichnung für seinen Einsatz für wohltätige Zwecke sowie für die Förderung interkultureller und interreligiöser Beziehungen durch Musik.

Mohammed Rashid von Safco Fine Foods wurde für seinen Beitrag zur Versorgung bedürftiger Menschen mit Lebensmitteln ausgezeichnet. Mass Events Ireland wurde für die Unterstützung kultureller und gemeinnütziger Veranstaltungen geehrt.

Zwei weitere Auszeichnungen würdigten langjähriges Engagement: Dr. Mahesh Baj für seinen Beitrag im Gesundheits- und Bildungsbereich sowie Neera Baj für ihre Arbeit im sozialen und kulturellen Bereich.

Die HELP Awards sind Teil der Arbeit des von L. Ron Hubbard initiierten Scientology-Ehrenamtlichen-Seelsorger-Programms. Dieses bildet Freiwillige aus, um praktische Unterstützung in Gemeinden und in Krisensituationen zu leisten. In Irland haben sich die HELP Awards als jährliche Veranstaltung etabliert, um freiwilliges Engagement öffentlich zu würdigen.

Die Ausgabe 2026 stand zudem im Zusammenhang mit Initiativen zur Förderung des Ehrenamts in Irland, darunter das von Volunteer Ireland ausgerufene „International Volunteer Year 2026“.

Ivan Arjona, Vertreter der Scientology-Kirche bei der Europäischen Union, der OSZE, dem Europarat und den Vereinten Nationen, erklärte, die Veranstaltung in Dublin spiegele grundlegende gesellschaftliche Werte wider: „Die Würdigung ehrenamtlicher Arbeit ist auch eine Würdigung der Werte, die Gemeinschaften zusammenhalten.“

Die Veranstaltung vereinte Initiativen aus den Bereichen psychische Gesundheit, Migrantenhilfe, kulturelle Arbeit, Lebensmittelversorgung und Bildung und zeigte die Bedeutung freiwilligen Engagements für das gesellschaftliche Leben. Die HELP Awards bieten eine Plattform, um Beiträge sichtbar zu machen, die in lokalen Gemeinschaften geleistet werden.

Amsterdam-Folge von Scientology Network gewinnt Gold bei den Viddy Awards

Scientology Media Productions ist bei den Viddy Awards 2025 mit Gold für die Folge „Destination: Scientology – Amsterdam“ ausgezeichnet worden. Die preisgekrönte Dokumentation würdigt das kulturelle Erbe Amsterdams und erhielt die Ehrung in der Kategorie Kultur.

Amsterdam steht seit Jahrhunderten für freies Denken, Kunst und Innovation. Die ausgezeichnete Folge beleuchtet das kulturelle Erbe der niederländischen Metropole und zeigt ihre historischen Leistungen – von der Landgewinnung aus dem Meer bis zur Gründung der weltweit ersten Börse. Zugleich thematisiert die Dokumentation die Präsenz der Scientology-Kirche in Amsterdam und ihre Rolle als Anlaufstelle für Menschen auf der Suche nach spiritueller Orientierung.

Die Gold-Auszeichnung für „Destination: Scientology – Amsterdam“ ist Teil eines größeren Erfolgs bei den Viddy Awards 2025: Insgesamt erhielt Scientology Media Productions elf Auszeichnungen in verschiedenen Kategorien. Allein die Serie „Destination: Scientology“ wurde dabei zweimal geehrt und kommt damit inzwischen auf insgesamt 18 internationale Auszeichnungen.

Die Viddy Awards zählen zu den etablierten internationalen Wettbewerben für Videoproduktion und kreative Mediengestaltung. Bewertet werden Beiträge von Fachjurys aus erfahrenen Branchenexperten, die besondere Leistungen in den Bereichen visuelles Storytelling, Kreativität und technische Umsetzung auszeichnen.

Scientology Network in Los Angeles

Das Scientology Network wurde am 12. März 2018 von David Miscavige, dem kirchlichen Leiter der Scientology-Religion, ins Leben gerufen und sendet seither rund um die Uhr weltweit in 17 Sprachen. Die Programme führen durch sechs Kontinente, geben Einblicke in den Alltag von Scientologen, zeigen die globale Organisation der Kirche sowie deren soziale Initiativen – ergänzt durch Dokumentarfilme unabhängiger Filmemacher, die sich gesellschaftlichen Herausforderungen widmen.

Die Produktionen des Networks wurden bislang mit über 125 Medien- und Branchenpreisen ausgezeichnet, darunter Telly Awards, Communitas Awards und Hermes Creative Awards. Empfangbar ist das Network über DIRECTV Channel 320, DIRECTV STREAM, AT&T U-verse, sowie weltweit auf scientology.tv, über mobile Apps und Plattformen wie Roku, Amazon Fire TV und Apple TV. Produziert und ausgestrahlt wird es von Scientology Media Productions, dem globalen Medienzentrum der Kirche in Los Angeles.

Geburtstag von L. Ron Hubbard markiert neues Kapitel für Scientology

Scientologen aus aller Welt versammelten sich in Clearwater, Florida, um den 115. Geburtstag von L. Ron Hubbard zu feiern und sein Vermächtnis zu würdigen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen neue Initiativen und Programme, die die weitere Expansion der Scientology sowie die Förderung der nächsten Generation vorantreiben sollen.

Ein zentraler Bestandteil des Abends war die Präsentation eines restaurierten Wahrzeichens auf den Kanarischen Inseln, das eng mit entscheidenden Durchbrüchen von L. Ron Hubbard verbunden ist. An diesem Ort wurden wichtige Schritte auf dem Weg zu fortgeschrittenen spirituellen Stufen innerhalb der Scientology entwickelt. Die originalgetreue Restaurierung ermöglicht es Besuchern heute, diese Phase der Entstehungsgeschichte unmittelbar nachzuvollziehen. Mit der Aufnahme dieses Standorts wurde das weltweite Netzwerk bedeutender historischer Stätten weiter ausgebaut und das Vermächtnis des Gründers an authentischen Orten bewahrt.

Neben der Würdigung historischer Meilensteine stand die organisatorische Weiterentwicklung der Scientology im Fokus der Veranstaltung. Vorgestellt wurden neue internationale Führungsteams, die im Rahmen umfassender Ausbildungsprogramme auf ihre Aufgaben vorbereitet wurden. Diese Teams sollen künftig in verschiedenen Regionen weltweit eingesetzt werden und die Umsetzung zentraler Verwaltungs- und Organisationsstrukturen weiter stärken. Darüber hinaus wurde die fortschreitende Expansion durch neue Einrichtungen hervorgehoben, darunter eine Ideale Org in Puerto Rico, die die Präsenz der Scientology in der Karibik erweitert.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf zukunftsorientierten Projekten, die gezielt auf die nächste Generation ausgerichtet sind. Vorgestellt wurde eine neue Reihe von Scientology-Kinderbüchern, die grundlegende Prinzipien altersgerecht und anschaulich vermitteln sollen. Die Bücher sind in 25 Sprachen verfügbar und werden durch ergänzende Kursprogramme begleitet, die eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Inhalten ermöglichen.

Die globale Reichweite dieser Programme wurde ebenfalls hervorgehoben. In zahlreichen Scientology-Einrichtungen weltweit wurden bereits speziell ausgestattete Kursräume eingerichtet, die auf die Bedürfnisse junger Teilnehmer zugeschnitten sind. Damit entsteht eine Infrastruktur, die es ermöglicht, die neuen Bildungsangebote international einheitlich umzusetzen und einer breiten Zielgruppe zugänglich zu machen.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Scientology nicht nur auf ihre historischen Wurzeln blickt, sondern zugleich aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft arbeitet. Die Kombination aus der Bewahrung bedeutender Orte, der Weiterentwicklung organisatorischer Strukturen und der Einführung neuer Bildungsinitiativen zeigt eine klare Ausrichtung auf nachhaltiges Wachstum und internationale Vernetzung. Der Abend in Clearwater wurde damit als bedeutender Meilenstein präsentiert, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Scientology miteinander verbindet. Weiteres Bildmaterial unter: https://www.scientology.de/scientology-today/events/lrh-birthday-celebration-2026.html

Religiöse Anerkennung der Scientology weltweit

Die Scientology-Kirche ist heute in mehr als 160 Ländern vertreten und hat in verschiedenen Staaten Anerkennungen für ihre religiöse Tätigkeit sowie ihr gesellschaftliches Engagement erhalten. In zahlreichen Ländern – darunter Spanien, die USA, Portugal, Schweden, Italien, das Vereinigte Königreich, Kroatien, Slowenien, Nordmazedonien, die Niederlande, Südafrika, Kanada, Australien, Mexiko, Kolumbien und Panama – besteht eine religiöse Anerkennung. Auch in Deutschland haben Gerichte wiederholt festgestellt, dass Scientologen sich auf den Schutz aus Artikel 4 des Grundgesetzes (Religionsfreiheit) berufen können. Weitere Informationen zur religiösen Anerkennung der Scientology-Kirche in Europa finden Sie unter: scientologyreligion.de

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof schiebt Behördenwillkür Riegel vor

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat in einer gerade gefällten Entscheidung (Az. 20 CS 26.104) in einem Eilverfahren gegen das Land Bayern ein deutliches Zeichen gegen die Diskriminierung von Mitgliedern der Scientology-Kirche gesetzt. Im Rahmen der beruflichen Ernennung zu einer öffentlichen Aufgabe ist nach Auffassung des Gerichts hinsichtlich der Beurteilung der Zuverlässigkeit der betroffenen Person nicht deren „weltanschauliche Gesinnung„, sondern derGesamteindruck des Verhaltens“ ausschlaggebend.

In dem konkreten Fall geht es um ein Scientology-Mitglied, das seine berufliche Tätigkeit seit mehr als zehn Jahren unbeanstandet ausgeübt hatte, bis ihm im Sommer letzten Jahres wegen seiner Zugehörigkeit zur Scientology-Kirche die öffentliche Ernennung entzogen worden war. Irgendwelche Pflichtverletzungen lagen nicht vor. Als Grund wurde lediglich seine angebliche Unzuverlässigkeit aufgrund der aktiven Scientology-Mitgliedschaft angeführt. Gegen diesen Akt behördlicher Willkür setzte sich das betroffene Mitglied mit juristischen Mitteln zur Wehr. Dazu stellte der BayVGH nun fest:

Im Hinblick auf die Grundrechte der betroffenen“ Person, so der BayVGH, „insbesondere aus Art. 3 Abs. 3 GG, Art. 4 Abs. 1 GG und Art. 5 Abs. 1 GG,darf sich die Prognose der Unzuverlässigkeit grundsätzlich nicht allein auf deren Glauben, politische Meinung oder Weltanschauung stützen“.

Angesichts der nebulösen Mutmaßungen, welche die angebliche Unzuverlässigkeit rechtfertigen sollten, moniert das Gericht, dass keine Feststellungen dazu getroffen sind, ob in der „immerhin über zehn Jahre andauernden Tätigkeit“ des Scientology-Mitglieds bekannt geworden seien, welche die „Vertrauenswürdigkeit erschüttern“ könnten.

Im Hinblick auf die Achtung gesetzlicher Pflichten und der allgemeinen Rechtsordnung durch Mitglieder der Scientology Kirche stellte das Gericht fest, es sei „nicht erkennbar, dass eine grundsätzliche Missachtung der staatlichen Rechtsordnung“ bei Mitgliedern der Scientology-Kirche vorläge. Mit diesen Worten folgte der BayVGH der Rechtsprechung des VGH Baden-Württemberg (VGH BW) in einer vergleichbaren Entscheidung vom 4.3.2021 (Az. 8 C 1886/20). Der VGH BW hatte in Entgegnung auf eine behördliche Unterstellung gegen den dortigen Scientology-Kläger festgestellt: Soweit der Beklagte ausführt, der Kläger habe in der Vergangenheit gezeigt, dass er „nicht stets gewillt ist, die Rechtsordnung zu beachten“ …, wird die Aussage nicht weiter begründet und durch konkrete Beispiele unterlegt. Dass davon bei Mitgliedern von Scientology allgemein ausgegangen werden könnte, ist nicht ersichtlich.“

Mit den folgenden Worten schob der BayVGH der Diskriminierung von Scientology-Mitgliedern allein aufgrund ihrer Zugehörigkeit einen weiteren Riegel vor: Da die Scientology-Organisation „keine nach Art. 9 Abs 2 GG verbotene Vereinigung ist, [kann deshalb] allein die Mitgliedschaft der Antragstellerin die Prognose der Unzuver-lässigkeit von vornherein nicht tragen„.

Die Sprecherin der Scientology-Kirche Bayern spricht dem Gericht ihre Anerkennung für diese klaren und deutlichen, an den Grundrechten orientierten Worte aus und fügt hinzu: „Der beharrliche Einsatz der Scientology-Kirche für Gleichbehandlung und Rechtsstaatlichkeit setzt nicht nur der in Bayern noch immer anzutreffenden diskriminierenden behördlichen Ausgrenzungspraxis gegen Scientologen klare Grenzen, sondern stärkt die Grundrechte für jeden Bürger, der sich staatlicher Willkür ausgesetzt sieht.“

Budapest: Wie kann Glaube wieder „cool“ werden?

Online-Hass, gesellschaftliche Spaltung und die Rolle der Religion im digitalen Zeitalter standen im Fokus eines interreligiösen Dialogs in Budapest. Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen erörterten, wie moralisches Verhalten im Internet gestärkt und Glaubwürdigkeit zurückgewonnen werden kann. Dabei zeigten sich deutliche Parallelen zu den ethischen Grundsätzen aus „Der Weg zum Glücklichsein“.

Die Veranstaltung fand am 11. März in der Scientology-Kirche Budapest als elfter interreligiöser Dialog unter dem Titel „Eine Vision im Zeitalter des Hasses: Wie können wir den Glauben wieder cool machen?“ statt. Theologen, Geistliche, Kirchenvertreter und religiöse Denker kamen zusammen, um zu erörtern, wie sich Glaube im Alltag – insbesondere im digitalen Raum – konkret ausdrücken kann.

Im Mittelpunkt stand das Verhalten von Gläubigen in sozialen Medien. Die Teilnehmer machten deutlich, dass digitale Plattformen emotionale Reaktionen verstärken und Polarisierung begünstigen. Gleichzeitig unterstrichen sie die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen für einen respektvollen Umgangston und einen bewussten Umgang mit Meinungsverschiedenheiten.

Ein katholischer Theologe verwies auf eine Initiative, die Gläubige dazu aufruft, Hassrede aktiv entgegenzutreten und durch ihr eigenes Verhalten ein positives Beispiel zu setzen. Die Diskussion zeigte, dass sich religiöse Überzeugung nicht nur in Ritualen oder Zugehörigkeit ausdrückt, sondern vor allem im täglichen Umgang miteinander.

Ein weiterer Beitrag hob hervor, dass soziale Medien Inhalte mit starker emotionaler Wirkung bevorzugen und dadurch ausgleichende Stimmen oft in den Hintergrund treten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass religiöse Gemeinschaften eine wichtige Rolle übernehmen können, indem sie Orientierung geben und den respektvollen Dialog fördern.

Der Scientology-Geistliche erklärte, dass feindseliges Verhalten im Internet häufig aus persönlichen Belastungen wie Enttäuschung oder Frustration entsteht. Daraus ergibt sich die Verantwortung, bewusst mit Sprache und Reaktionen umzugehen und so zu einem konstruktiveren Miteinander beizutragen.

Die Diskussion machte deutlich, dass Werte wie Wahrhaftigkeit, Respekt und Vorbildfunktion im digitalen Zeitalter eine zentrale Bedeutung haben. Diese Prinzipien bilden die Grundlage für einen respektvollen öffentlichen Diskurs und ein funktionierendes gesellschaftliches Zusammenleben.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rolle der Religion in der heutigen Gesellschaft. Die Teilnehmer stellten fest, dass zwar traditionelle Formen der Religionsausübung in Teilen Europas zurückgehen, gleichzeitig jedoch das Interesse an persönlicher Spiritualität bestehen bleibt. Entscheidend ist daher, religiöse Inhalte verständlich, relevant und lebensnah zu vermitteln.

Die Teilnehmer betonten die Bedeutung gemeinsamer Werte und praktischer Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Glaubensgemeinschaften. Der interreligiöse Austausch fördert Verständnis, baut Vorurteile ab und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Scientology-Kirche Budapest dient dabei als Ort des Dialogs und der Begegnung. Neben religiösen Zeremonien bietet sie Raum für Veranstaltungen, bei denen Vertreter unterschiedlicher gesellschaftlicher und religiöser Gruppen zusammenkommen.

Die Veranstaltung zeigte, dass verantwortungsbewusstes Handeln im digitalen Raum einen wichtigen Beitrag zu einem respektvollen Miteinander leisten kann. Jeder Einzelne hat die Möglichkeit, durch sein Verhalten den Ton in öffentlichen Diskussionen positiv zu beeinflussen und damit Vertrauen in gesellschaftliche und religiöse Werte zu stärken.

Soziales Engagement und interreligiöser Dialog

Die Scientology-Kirche ist heute in mehr als 160 Ländern vertreten und engagiert sich weltweit in sozialen Initiativen, darunter Programme zur Drogenprävention, Menschenrechtserziehung und Alphabetisierung. Auch interreligiöser Dialog und Zusammenarbeit sind zentrale Bestandteile dieses Engagements.

In Europa wurde die Scientology-Kirche in mehreren Ländern – darunter Spanien, das Vereinigte Königreich, Italien und Schweden – als Religionsgemeinschaft anerkannt. Auch in Deutschland haben Gerichte wiederholt festgestellt, dass Scientologen sich auf den Schutz der Religionsfreiheit gemäß Artikel 4 des Grundgesetzes berufen können. Weitere Informationen zur religiösen Anerkennung in Europa finden sich unter scientologyreligion.de.

Italien: Mehr als eine Million Broschüren zur Drogenaufklärung verteilt

Mehr als eine Million Informationsbroschüren zur Drogenaufklärung wurden im vergangenen Monat im Rahmen der italienischen Präventionskampagne „Die Fakten über Drogen“ verteilt. Rund 500 Freiwillige beteiligten sich an der Initiative, um Jugendlichen und Familien sachliche Informationen über die Risiken des Drogenkonsums zugänglich zu machen.

Die Kampagne „La Verità sulla Droga“ („Die Fakten über Drogen“) ist Teil eines internationalen Präventionsprogramms der Stiftung für eine drogenfreie Welt. In Italien wird die aktuelle Kampagnenphase auch vom Europäischen Büro der Scientology-Kirche unterstützt, das zur Koordination und Sichtbarkeit der Aufklärungsarbeit beiträgt.

Ziel der Initiative ist es, jungen Menschen verlässliche Informationen über häufig konsumierte Drogen bereitzustellen, bevor sie mit entsprechenden Angeboten oder sozialem Druck konfrontiert werden. Die Organisatoren verfolgen damit einen präventiven Ansatz, der auf frühzeitige Information setzt, anstatt erst auf bereits entstandene Probleme zu reagieren.

„Der Kampf gegen Drogen ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit“, erklärte Simonetta Sanmartin, die italienische Koordinatorin der Initiative. Sie betonte, dass nachhaltige Prävention nur durch gemeinsames Engagement und durch eine verantwortungsvolle Informationsarbeit erreicht werden könne. Aus diesem Grund seien zahlreiche Freiwillige mobilisiert worden, um eine breite Verteilung der Aufklärungsmaterialien in verschiedenen Regionen Italiens zu ermöglichen.

Neben der Verteilung auf öffentlichen Plätzen wird die Kampagne auch von zahlreichen lokalen Akteuren unterstützt. Nach Angaben der Organisatoren haben sich mehr als 100 Sportler, die mit den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 in Verbindung stehen, in die Ehrenliste der Stiftung für eine drogenfreie Welt eingetragen. Darüber hinaus beteiligen sich mehr als 5.000 Händler und Ladenbesitzer daran, Informationsmaterialien in ihren Geschäften auszulegen.

Durch diese breite Beteiligung erreicht die Initiative Menschen nicht nur in Schulen oder Bildungseinrichtungen, sondern auch in alltäglichen sozialen Räumen wie Geschäften, Sportstätten und öffentlichen Treffpunkten. Auf diese Weise sollen Familien, Jugendliche und lokale Gemeinschaften leichter Zugang zu Präventionsinformationen erhalten.

Bildungsprogramm „Die Fakten über Drogen“

Die Stiftung für eine drogenfreie Welt ist international für ihre Bildungsprogramme im Bereich der Drogenprävention bekannt. Die Materialien der Kampagne erläutern die physischen, psychischen und sozialen Auswirkungen des Drogenkonsums in leicht verständlicher Form. In Italien umfasst das derzeit eingesetzte Informationspaket 14 verschiedene Broschüren zu einzelnen Substanzen, 16 öffentliche Informationsfilme, eine rund 100-minütige Dokumentation über die am häufigsten konsumierten Drogen sowie einen Leitfaden für Lehrkräfte zur Behandlung des Themas im Unterricht.

Diese Ressourcen werden Pädagogen, Eltern, Freiwilligen und lokalen Gemeinschaftsgruppen kostenlos zur Verfügung gestellt, um eine möglichst breite Nutzung der Materialien zu ermöglichen und präventive Bildungsarbeit ohne finanzielle Hürden zu unterstützen.

Die Kampagne ist Teil eines größeren Netzwerks sozialer Initiativen, die von Mitgliedern der Scientology-Kirche sowie von unterstützenden Organisationen getragen werden. Dazu gehören Programme zur Drogenprävention, zur Menschenrechtserziehung sowie Initiativen zur Förderung ethischer Werte im gesellschaftlichen Zusammenleben.

Ivan Arjona, Vertreter der Scientology-Kirche bei der Europäischen Union, der OSZE, dem Europarat und den Vereinten Nationen, erklärte, erfolgreiche Prävention beruhe auf verlässlichen Informationen und der aktiven Beteiligung der Gemeinschaft. Programme wie diese zeigten, wie Familien, Pädagogen, Freiwillige und zivilgesellschaftliche Organisationen gemeinsam dazu beitragen können, junge Menschen zu schützen und das öffentliche Bewusstsein für Gesundheits- und Sozialfragen zu stärken.

Die Kampagne wird weiterhin in verschiedenen italienischen Städten fortgesetzt. Ziel der Organisatoren ist es, das derzeitige Tempo der Verteilung aufrechtzuerhalten und die Aufklärungsarbeit auf weitere Schulen, Unternehmen und lokale Gemeinschaften auszuweiten.

Die Materialien der Initiative können zudem online eingesehen werden, wo Broschüren und weitere Bildungsressourcen öffentlich zugänglich sind.

Mit dem Frühling startet die Scientology-Kirche Hamburg wieder durch – Ehrenamtliche intensivieren Arbeit in humanitären Programmen

Mit dem Beginn des Frühlings verstärken Mitglieder der Scientology-Kirche Hamburg erneut ihr Engagement in den verschiedenen humanitären Initiativen der Kirche. Besonders aktiv ist wieder die Initiative Sag Nein zu Drogen, Sag Ja zum Leben, die Ende Februar mit einem Informationsstand in Hamburg auf die Gefahren des Drogenkonsums aufmerksam machte.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer verteilten dabei 1.195 Aufklärungshefte an interessierte Bürgerinnen und Bürger. 34 Personen unterzeichneten vor Ort ein Gelöbnis für ein drogenfreies Leben. Die Resonanz war durchweg positiv – viele Passanten zeigten großes Interesse und Lob für die Aufklärungsarbeit.

Einige Beispiele aus den zahlreichen Begegnungen zeigen, wie vielfältig das Interesse an der Aktion war:

– Eine Drogentherapeutin nahm gern Informationsmaterial für ihre Arbeit an.

– Ein Vater und sein Sohn informierten sich über die Online-Kurse auf www.drugfreeworld.org und unterzeichneten gemeinsam das Versprechen für ein drogenfreies Leben.

– Zwei Jugendliche nahmen mehrere Hefte mit, um sie im Freundeskreis weiterzugeben.

– Eine Mitarbeiterin einer Hamburger Kinder- und Jugendpsychiatrie sprach über ihre Erfahrungen mit Ritalin und nahm entsprechendes Informationsmaterial mit.

Ebenso lobten Passanten das Engagement und betonten, wie wichtig es sei, dass auch über Alkohol und verschreibungspflichtige Medikamente aufgeklärt werde.

Die Initiative Sag Nein zu Drogen nutzt in ihrer Arbeit die Materialien der Foundation for a Drug-Free World, die 2006 gegründet wurde und von der Scientology Kirche unterstützt wird. Die Organisation erhielt im Juli 2024 den besonderen Beraterstatus (Special Consultative Status) beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC).

Am 1. März fand zudem in der Scientology-Kirche Hamburg ein Tag der offenen Tür statt, an dem über die Arbeit der ehrenamtlichen Geistlichen informiert wurde: www.volunteerministers.org. Dabei wurden zwei Hamburger Ehrenamtliche für ihr herausragendes Engagement gewürdigt.

Eine der Geehrten engagiert sich mit großem persönlichen Einsatz sowohl in Hamburg als auch in Ghana für das Wohl von Kindern, die Wahrung der Menschenrechte und die Drogenprävention. Die zweite Auszeichnung galt einer Frau, die sich seit Jahren unermüdlich in Krisen und Katastrophen für Menschen in Not einsetzt und mit ihrer Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft ein leuchtendes Beispiel für gelebte Nächstenliebe setzt.

Mit ihrer Arbeit zeigen die Mitglieder der Scientology-Kirche Hamburg auch in diesem Jahr wieder, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für eine mitfühlende und verantwortungsbewusste Gesellschaft ist.

L. Ron Hubbard, der Gründer der Scientology-Religion sagte über einen ehrenamtlichen Geistlichen das Folgende: „Ein ehrenamtlicher Geistlicher verschließt seine Augen nicht vor dem Leid, dem Bösen und dem Unrecht, welche die Existenz mit sich bringt. Er ist vielmehr ausgebildet, diese Dinge in Ordnung zu bringen und anderen zu helfen, Erleichterung von ihren Auswirkungen und erneute persönliche Willenskraft zu finden.“

Puerto Rico: Erste Ideale Scientology-Kirche der Karibik eröffnet

In der Innenstadt von San Juan wurde die erste Ideale Scientology-Kirche der Karibik offiziell eröffnet. Vertreter der Kirche sowie geladene Gäste nahmen an der Einweihung teil.

Die neue Einrichtung befindet sich an einer zentralen Straße im Stadtteil Santurce, einem kulturell geprägten Bereich der Hauptstadt. Das Gebäude wurde als sogenannte „Ideale Organisation“ konzipiert und umfasst neben einem Informationszentrum für die Öffentlichkeit auch Räume für religiöse Zeremonien, Seminare und individuelle Seelsorgegespräche.

Im Rahmen der Eröffnungsfeier versammelten sich Gemeindemitglieder, geladene Gäste sowie Vertreter aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Die Veranstaltung wurde von musikalischen Darbietungen begleitet und endete mit einer symbolischen Banddurchtrennung. David Miscavige, kirchliches Oberhaupt der Scientology-Religion, hob in seiner Rede die kulturelle Identität Puerto Ricos hervor und ordnete die neue Einrichtung in die internationale Entwicklung der Kirche ein.

Ein historischer Bezug wurde zum Gründer der Religion, L. Ron Hubbard, hergestellt. Hubbard hielt sich in den 1930er-Jahren auf Puerto Rico auf und führte dort nach Angaben der Kirche eine Mineralienuntersuchung durch. Darüber hinaus engagierte er sich nach einem Hurrikan in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz. Seine damaligen Forschungen und Tätigkeiten werden von der Kirche als Teil seines umfassenden Interesses an Gesellschaft und Menschheit beschrieben.

Bei der Einweihung sprachen zudem mehrere Gäste aus öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Bereichen. Anibal Heredia Burgos, Koordinator für Glaubensfragen in San Juan, betonte die Bedeutung des Dialogs zwischen religiösen Gemeinschaften und staatlichen Institutionen. Leutnant Hector Ayala von der Police Athletic League hob die Zusammenarbeit im Bereich der Drogenprävention hervor und verwies auf gemeinsame Initiativen zur Aufklärung von Jugendlichen.

Auch Vertreterinnen zivilgesellschaftlicher Organisationen äußerten sich zur Eröffnung. Zorimar Betancourt, Leiterin einer Stiftung zur Gewaltprävention, verwies auf den Einsatz der Broschüre „Der Weg zum Glücklichsein“ im Rahmen ihrer Arbeit. Mery Dacosta, Präsidentin einer Menschenrechtskoalition, sprach von einer Plattform für Kooperation und gesellschaftlichen Austausch.

Das Informationszentrum der Kirche ist täglich geöffnet und bietet nach Angaben der Organisation Einblicke in Lehre, Geschichte und humanitäre Programme der Scientology-Religion. Präsentiert werden unter anderem Initiativen zur Menschenrechtsaufklärung, Programme zur Drogenprävention sowie Bildungsangebote zur Förderung von Lese- und Lernkompetenz. Darüber hinaus ist die Kirche Trägerin eines Programms ehrenamtlicher Geistlicher, das bei Katastrophenhilfe und sozialen Projekten eingesetzt wird.

Die Kapelle der Einrichtung dient religiösen Zeremonien wie Sonntagsgottesdiensten, Hochzeiten und Namensgebungen. Zusätzlich stehen mehrere Seminarräume und spezielle Beratungsräume für das sogenannte „Auditing“, eine Form der spirituellen Seelsorge innerhalb der Scientology-Religion, zur Verfügung.

Globale Entwicklung und Expansion

Mit der neuen Idealen Scientology-Kirche in San Juan verfügt die Karibikregion nun erstmals über einen Standort dieser Art. Die Einrichtung dient sowohl der religiösen Praxis der Mitglieder als auch dem Austausch mit der breiteren Öffentlichkeit und schafft einen Raum für spirituelle Weiterentwicklung, Bildung und gemeinschaftliche Zusammenarbeit.

In den vergangenen Jahren wurden neue Ideale Kirchenorganisationen unter anderem in Mexiko-Stadt, Bogotá, Madrid, London, Rom und Budapest eröffnet. Diese weltweite Expansion geht einher mit der fortlaufenden institutionellen Entwicklung der Scientology-Religion, die in zahlreichen Staaten – darunter mehrere Länder Lateinamerikas – als Religionsgemeinschaft registriert oder anerkannt ist. Mit dem Standort in Puerto Rico wird diese internationale Präsenz nun auch in der Karibik weiter ausgebaut.

Brüssel: Scientology-Kirche veröffentlicht Online-Leitfaden zu EU-Werten und Grundrechten

Das Europäische Büro der Scientology-Kirche für öffentliche Angelegenheiten und Menschenrechte in Brüssel hat mit „Europas Werte, deine Rechte“ einen neuen Online-Leitfaden veröffentlicht. Die digitale Initiative erläutert die Werte der Europäischen Union, die EU-Grundrechtecharta sowie die Europäische Menschenrechtskonvention anhand offizieller Quellen und praxisnaher Beispiele in verständlicher Sprache.

Der Leitfaden verfolgt ein zentrales Ziel der staatsbürgerlichen Bildung: Er soll verständlich machen, was ein Recht ist, wo es im europäischen Rechtsrahmen verankert ist und welche Institution in unterschiedlichen Situationen zuständig ist. Eine häufige Quelle öffentlicher Verwirrung – der Unterschied zwischen Europäischer Union und Europarat – wird dabei frühzeitig erläutert. In vereinfachter Form wird dargestellt, wann die EU-Grundrechtecharta Anwendung findet und in welchen Fällen die Europäische Menschenrechtskonvention sowie die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte relevant sind.

Im Mittelpunkt der Plattform stehen die sechs Werte der Europäischen Union gemäß Artikel 2 des Vertrags über die Europäische Union: Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und Achtung der Menschenrechte. Diese Werte werden anhand kurzer Alltagsszenarien erläutert, um ihre praktische Bedeutung in Bereichen wie Arbeit, Bildung, digitaler Kommunikation und gesellschaftlicher Teilhabe zu verdeutlichen. Die Inhalte stützen sich auf Primärtexte und verweisen direkt auf offizielle Dokumente der Europäischen Union und des Europarates.

Ein eigener Abschnitt widmet sich der EU-Grundrechtecharta als rechtsverbindlichem Instrument. Er erklärt, dass die Charta für EU-Institutionen verbindlich ist und für Mitgliedstaaten gilt, wenn sie EU-Recht umsetzen. Dabei wird unter anderem auf Erläuterungen der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) verwiesen. Die Themenbereiche der Charta – Würde, Freiheiten, Gleichheit, Solidarität, Bürgerrechte und Justizielle Rechte – werden strukturiert und in verständlicher Sprache dargestellt.

Parallel dazu beschreibt der Leitfaden Zweck und Geltungsbereich der Europäischen Menschenrechtskonvention als völkerrechtlichen Vertrag des Europarates. Er erläutert in allgemeiner Form das Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg und weist darauf hin, dass innerstaatliche Rechtsbehelfe in der Regel ausgeschöpft sein müssen, bevor eine Beschwerde eingereicht werden kann. Die Website betont ausdrücklich, dass es sich um eine Bildungsressource und nicht um Rechtsberatung handelt, und verweist auf offizielle Informationsquellen.

Die Initiative ist für mobile Endgeräte optimiert und enthält ein kurzes Selbsttest-Quiz mit sechs Fragen, das grundlegende Kenntnisse zur Anwendbarkeit europäischer Grundrechte überprüft. Ergänzt wird das Angebot durch ein „Bürger-Toolkit“, das auf bestehende europäische Beteiligungsinstrumente verweist, darunter die Europäische Bürgerinitiative, das Petitionsportal des Europäischen Parlaments sowie Konsultationsformate der Europäischen Kommission. Auch Programme wie Erasmus+ und das Europäische Solidaritätskorps werden als Möglichkeiten gesellschaftlicher Mitwirkung genannt.

Das Europäische Büro der Scientology-Kirche für öffentliche Angelegenheiten und Menschenrechte ist seit 1990 in Brüssel präsent. Es wird von Ivan Arjona geleitet, Vertreter der Scientology-Kirche bei der Europäischen Union, der OSZE, dem Europarat und den Vereinten Nationen. In seinen internen Dokumenten definiert sich das Büro als religiöse Vereinigung mit nationalem und europäischem Wirkungsbereich, die innerhalb der bestehenden europäischen Rechtsrahmen tätig ist.

Ein Abschnitt des Leitfadens ordnet die Initiative in einen weiteren Kontext gemeindebasierter Aktivitäten ein. Dabei werden Programme zur Menschenrechtserziehung, zur Drogenprävention sowie ehrenamtliche Gemeindehilfe erwähnt. Diese werden als praktische Maßnahmen beschrieben, die an bestehende institutionelle Schutzmechanismen anknüpfen und auf Bildung, Prävention und Freiwilligenarbeit setzen.

Ivan Arjona, Vertreter der Scientology-Kirche bei der Europäischen Union, der OSZE, dem Europarat und den Vereinten Nationen, erklärte, dass ein klares Verständnis der jeweiligen Zuständigkeiten zwischen EU-Charta und Europäischer Menschenrechtskonvention dazu beitragen könne, Rechte verantwortungsbewusst wahrzunehmen und Konflikte im Rahmen der geltenden Rechtsordnung zu lösen.

Gesellschaftliches Engagement und Anerkennung

Die Scientology-Kirche ist heute in mehr als 160 Ländern vertreten und hat in verschiedenen Staaten Anerkennungen für ihre religiöse Tätigkeit sowie ihr gesellschaftliches Engagement erhalten.

In zahlreichen Ländern – darunter Spanien, die USA, Portugal, Schweden, Italien, Großbritannien, Kroatien, Slowenien, Nordmazedonien, die Niederlande, Südafrika, Kanada, Australien, Mexiko, Kolumbien und Panama – besteht eine religiöse Anerkennung. Auch in Deutschland haben Gerichte wiederholt festgestellt, dass Scientologen sich auf den Schutz aus Artikel 4 des Grundgesetzes (Religionsfreiheit) berufen können. Weitere Informationen zur religiösen Anerkennung der Scientology-Kirche in Europa finden Sie unter scientologyreligion.de.